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Dir liegt die Umwelt am Herzen? Dann pflege Deinen Rasen!

Auch wenn ein kürzlich gewählter Präsident sicherlich nicht zustimmen wird, so gehört die globale Erwärmung in unserer Welt, in der man sich zunehmend intensiv mit Umweltfragen beschäftigt, immer noch zu den größten Gefahren. Wirklich alles wird analysiert und auf seine Umweltverträglichkeit bewertet – selbst Gartenarbeit, eine der ursprünglichsten und naturverbundensten Frischluftbetätigungen überhaupt. Der gute alte Rasen und dessen Pflege stehen besonders häufig am Pranger.

Dabei trägt er an all der Kritik gar keine Schuld und gehört wahrlich zu den ‚grünsten‘ Komponenten in unseren Gärten. Und wenn Du meinen Ratschlägen folgst, kann Dir auch beim Thema Rasenpflege keiner mehr einen Vorwurf machen.

In ihrer Sortenvielfalt bedecken Gräser große Teile unseres Planeten. Sie gedeihen unter verschiedensten Bedingungen und sind zweifellos ein wichtiger Verbündeter von Mutter Natur. Nicht zuletzt erfüllen sie wie alle Pflanzen eine enorm wichtige Funktion: sie benötigen Kohlendioxid und atmen dieses klimaschädliche Gas sozusagen ein. Umso größer die Rasenfläche, desto mehr Kohlendioxid wird absorbiert. Und als wäre das nicht schon hilfreich genug, pumpen sie zudem auch noch reinen Sauerstoff zurück in die Atmosphäre.  

Doch nicht wenige Kritiker und Klima-Angstmacher behaupten, dass dieser Ertrag nicht die dafür aufgebrachten  Mittel rechtfertigt: „Rasenpflege erfordert Mäher, Vertikutierer, Trimmer und Laubsauger, die wiederum genau das benötigen, was wir eigentlich weniger verbrauchen sollten: Energie, deren Herstellung immens dazu beiträgt, dass CO2 überhaupt erst in die Atmosphäre gelangt. Und dann noch diese unsäglichen Chemikalien…“

Zuerst einmal: Je gesunder der Rasen, desto mehr CO2 und andere schädliche Bestanteile unserer Luft kann er aufnehmen. Natürlich erfordert ein gesunder Rasen Pflege. Das Rasenmähen dient jedoch nicht nur der Ästhetik. Nein, durch das Zurückschneiden wird auch das Wachstum der Pflanze gefördert. Studien haben außerdem ergeben, dass der Rasen mehr Kohlendioxid absorbiert, als durch seine Pflege verursacht wird. Unterm Strich sinkt der CO2-Gehalt der Luft also auch bei gepflegtem Rasen, was natürlich auch Deiner persönlichen CO2-Bilanz zu Gute kommt.

Moderne Rasenpflege ist so umweltfreundlich, wie Gartenarbeit nur sein kann. Und tatsächlich war es auch nie der giftige und umweltschädliche Zeitvertreib, den einige daraus machen wollten. Als z.B. die RHS 38 Chemikalien von der Verwendung bei der Gartenpflege ausschloss, waren nur 3 von diesen für die Rasenpflege bestimmt. Heutzutage kommen die Rasenflächen auch gut ohne sie aus, da sich die Methoden der modernen Gartenpflege immer weiter verbreiten (du solltest unbedingt mein Buch 'Modern Lawn Care' zu diesem Thema lesen) und immer mehr Gärtner von den Vorteilen dieser Methoden profitieren.

Mittlerweile ist es beispielsweise kein Problem mehr, organischen Dünger für deinen Rasen zu finden. Ich könnte allerdings wetten, dass einige der Leser ihren Rasen seit langem überhaupt nicht mehr gedüngt haben. Dies sollten sie aber tun – nicht nur um sich an einem gesunderen Rasen zu erfreuen, sondern auch, um zur grünen Umgebung in der direkten Nachbarschaft beizutragen. Du siehst also: Die Möglichkeiten, mit dem eigenen Rasen positiv auf die Umwelt einzuwirken, sind vielfältig.

Eine Rasenfläche am eigenen Haus hat sogar eine kühlende Wirkung in der Sommerhitze und sorgt an besonders stickigen Tagen neben niedrigeren Temperaturen auch für frischere Luft. Ein ordnungsgemäß gepflegter Rasen schützt in gewisser Weise auch vor Überflutung, da der Regen durch den Rasen leicht ins Erdreich abfließen kann und sich keine Wasserlachen an der Oberfläche stauen (wie es bei Asphalt oder Pflastersteinen der Fall ist). Die Grünflächen bieten zudem eine wesentliche Lebensgrundlage für verschiedenste Lebewesen, die ihrerseits selbst großen Einfluss auf die Landwirtschaft und die Ökobilanz haben.

Selbst mit dem Mulchen des Rasens oder Gartens während des Mähens leistest Du einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt. Die Schnittreste des Grases bestehen zu 70% aus Wasser, welches zurück in den Boden gelangt und speziell im Sommer den Bedarf an zusätzlicher Bewässerung verringert.

Der Schlüssel zu all dem liegt in sinnvoller und moderner Rasenpflege. Du möchtest zum Umweltschutz beitragen? Dann sorge dafür, dass Dein Rasen gesund und glücklich ist. Die Umwelt wird es Dir danken!

David Hedges-Gower ist Englands führender Rasenexperte mit mehr als 36 Jahren Erfahrung in der Rasen- und Wiesenpflege.

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